Cradle to Crater

Im Rahmen dieses Projekts wurde die räumliche Umstrukturierung zweier Geschosse eines Bürogebäudes aus dem Baujahr 2000 geplant und umgesetzt. Die Büroflächen dienen den Mitarbeitern eines Handwerksbetriebs, der auf Sanitär, Heizung und Elektroinstallation spezialisiert ist. Beide Etagen erhielten jeweils eine eigenständige, auf die jeweilige Nutzung abgestimmte Raumaufteilung, sodass innerhalb des bestehenden Gebäudes zwei funktional unterschiedliche Bürowelten entstanden sind. Unterschieden werden die beiden Ebenen zudem durch eine jeweils andere Farbgebung der Regalstruktur, wodurch jedes Geschoss einen eigenständigen atmosphärischen Charakter und einen unverwechselbaren räumlichen Eindruck erhält.

Kommunikativer Mittelpunkt Ein zentrales Element des ersten Obergeschosses ist der kommunikative Bereich rund um die Teeküche und den Essbereich, der als informeller Treffpunkt für Pausen, kurze Gespräche und den kollegialen Austausch zwischen den Mitarbeitern dient.

Wow sieht das nicht toll aus.

Akustisches Konzept

Um konzentriertes Arbeiten auch innerhalb offener Bürostrukturen zu ermöglichen, wurde ein durchdachtes akustisches Konzept entwickelt. Akustikfilz kommt dabei auf verschiedenen Möbelflächen zum Einsatz – sowohl hinter als auch im Inneren der Regale – und trägt so zur Reduktion des Schallpegels im gesamten Raum bei. Für zusätzliche akustische Abtrennung und ruhigeres Arbeiten wurden zudem Schiebetüren mit Akustikfilz ausgestattet, die sich flexibel in die Regalstruktur einfügen.Die räumliche Flexibilität der Abtrennungen zeichnet sich durch unterschiedliche Qualitäten aus: Einzelne Bereiche können vollständig getrennt, mit Durchgängen versehen oder ganz offen gestaltet werden. Dadurch lässt sich der Grad der akustischen und visuellen Abschirmung je nach Bedarf – von der konzentrierten Einzelarbeit bis zum offenen Austausch – individuell steuern.

Handwerkliche Umsetzung

Die baulichen Maßnahmen wurden durch ein kleines Schreiner-Team vor Ort umgesetzt. Dabei wurde die innere Struktur der vorhandenen Querrolloschränke ausgebaut, um daraus offene Regale zu gewinnen – auch vor dem Hintergrund, dass durch die fortschreitende Digitalisierung ein geringerer Bedarf an Lagerfläche für Ordner und Kataloge besteht. Ergänzend wurden die so entstandenen Regale um neue Regalelemente und Aluprofile als Ständerwerk erweitert, wodurch aus den ursprünglichen Einzelteilen raumabschließende, wandähnliche Regale entstanden.